„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ – Kreissynode Kirchenkreis Düsseldorf – Mettmann

Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, 9.11.2019 – „Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Das Thema Veränderung und Neuausrichtung der Kirche stand im Mittelpunkt der diesjährigen Kreissynode des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann. Die Kreissynode, das höchste beschlussfassende Organ, tagte am 8. und 9. November 2019 in der Kirchengemeinde Mettmann.


Neuausrichtung der christlich ethischen Grundhaltung der Haushalterschaft  
(Haushalterschaft im Sinne von Verwalterschaft. Aus der Bibel entnommen bedeutet es, dass Gott als Eigentümer seine Schöpfung dem Menschen zur Verwaltung anvertraut.)
Wie können die Kirchengemeinden, der Kirchenkreis ihren Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit konkret leisten? Entsprechende Maßnahmen werden in den Kirchengemeinden erarbeitet und umgesetzt werden.
 
Kirchengemeinden und nachhaltige Haushalterschaft
Die Kirchengemeinden werden eigene Kriterien für eine nachhaltige Haushalterschaft  entwickeln, mit der Umsetzung beginnen und diese der kommenden Herbstsynode 2020 berichten.
 
Jugendlichen-Synode und eigene Kriterien zur Haushalterschaft
Die Kreissynode bittet die Jugendlichen-Synode des Kirchenkreises, eigene Kriterien für eine nachhaltige Haushalterschaft zu entwickeln, mit der Umsetzung zu beginnen und diese ebenfalls der kommenden Herbstsynode zu berichten.
 
Klimagerechte Synode
Die Kreissynode Düsseldorf-Mettmann beauftragt den Kreissynodalvorstand, ab der nächsten Kreissynode Kriterien für eine „Klimagerechte Synode“ anzuwenden und diese weiterzuentwickeln. Diese beziehen sich auf:

  • Auswahl des Tagungsortes
  • Ökofaires Catering
  • Reduktion des Papierverbrauches

 
Delegation „Junge Generation“
Felicitas Wagner (23) und Miriam Krause (25), beide Mitglieder der Jugendlichen-Synode des Kirchenkreises, haben sich zur Wahl als Delgierte gestellt und wurden einstimmig gewählt.
Das Ziel ist, die Junge Generation stärker in Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen.
 
Fusion der Verwaltungsämter der Kirchenkreise Mettmann und Niederberg
Bereits seit 2016 arbeiten die Verwaltungsämter der beiden Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann und Niederberg auf den Gebieten Friedhofsverwaltung und Personalabrechnung erfolgreich zusammen. Diese Zusammenarbeit soll dahingehend intensiviert werden, dass die beiden Ämter zusammengelegt werden sollen. Man verspricht sich durch die Zusammenlegung eine effizientere und qualitativ bessere Aufgabenerledigung. Nicht zuletzt werden auch Kosteneinsparungen erwartet, wobei im Rahmen des Fusionsprozesses kein Arbeitsplatzabbau stattfinden wird. Ebenso werden beide Standorte zunächst erhalten bleiben. Das gemeinsame Verwaltungsamt soll seine Arbeit zum 1. Januar 2021 aufnehmen und wird dann 20 Kirchengemeinden mit ca. 110.000 Gemeindegliedern betreuen. Die notwendige Satzung für die genannte Fusion hat die Kreissynode einstimmig beschlossen. Die Kreissynode des Kirchenkreises  Niederberg hat diese zeitgleich verabschiedet.
 
Zukünftige Trägerschaft von Kindertagesstätten in den Kirchengemeinden
Um die Arbeit in den Kindertagestätten der Kirchengemeinden organisatorisch auch weiterhin auf einem hohen Niveau zu gewährleisten, hatte der Kirchenkreis die Trägerschaft für die Kindertagestätten beantragt. Die Übertragung der Trägerverantwortung auf den Kirchenkreis ermöglicht, dort die Betriebsführung in einem noch stärkeren Maße zu professionalisieren. Die Kreissynode hat die notwendige Satzung beschlossen.
 
Der nächste Schritt ist die Bestätigung durch die Presbyterien der fünf Kirchgemeinden: Hilden, Hochdahl, Erkrath, Linnep und Mettmann, die im Vorfeld bereits ihre Absichtserklärung zur Übertragung der Trägerschaft an den Kirchenkreis gegeben hatten. Damit wird dann der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zum 1.8.2020 Träger der Kindertagesstätten in den genannten Kirchengemeinden.

(Text und Fotos Beate Meurer, Öffentlichkeitsreferat)