Frau Baumann-Simon ist für die Bereiche Seniorenarbeit und Ehrenamtskoordination zuständig.

"Was mich an meiner Arbeit besonders interessiert, ist verschiedene Menschen zusammen zu bringen", so Melanie Baumann-Simon.

Sie arbeitet in Vollzeit als Elternzeitvertretung für Claudia Nawroth und ist für die Bereiche Seniorenarbeit und Ehrenamtskoordination zuständig. Eines ihrer Aufgaben ist, den neu aufgebauten Besuchsdienst für ältere Menschen zu organisieren und zu koordinieren. „Es geht weniger um die zentrale Steuerung, als vielmehr um die Interaktion zwischen den Ehrenamtlichen und mir. Die Koordination soll als Grundlage dienen, etwas gemeinsam zu gestalten und zu entwickeln“, erläutert sie.

In Solingen geboren und aufgewachsen studierte sie in Berlin Religions- und Gemeindepädagogik und hatte schon früh den Plan, in der Seniorenarbeit tätig zu werden. Sie möchte auch mit älteren Menschen arbeiten, die kirchlich sozialisiert, häufig aber isoliert leben. Das Einsatzgebiet für den Besuchsdienst, der im Juni 2019 ins Leben gerufen wurde, erstreckt sich zunächst auf Mettmann West. Berücksichtigt werden Menschen ab 80 Jahren. Der erste Kontakt zwischen Ehrenamtlichen und den Seniorinnen und Senioren entsteht durch die Überbringung von Geburtstagsgrüßen. Daraus entwickelt sich manchmal der Wunsch, weiterhin besucht zu werden. „Die erste Reaktion der aufgesuchten Menschen ist ganz unterschiedlich. Manche sind völlig erfreut, andere reagieren zurückhaltend und finden die Situation etwas befremdlich. Wichtig hierbei ist, sich entsprechend sensibel zu verhalten“, so Melanie Baumann-Simon.

Im Vorfeld werden dafür Ehrenamtliche ausgewählt, die entsprechende Lebenserfahrung und die notwendige Sensibilität besitzen. Zurzeit sind es elf Ehrenamtliche, die ältere Menschen besuchen. „Es ist wichtig, ein angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz zu wahren und wahrzunehmen, ob über den Besuchsdienst hinaus Bedarf bei den besuchten Personen besteht. Alle Ehrenamtlichen im Besuchsdienst werden seelsorgerisch qualifiziert. Diese Fortbildung hat einen Umfang von 25 Stunden auf mehrere Seminarabende verteilt.

Die meisten Ehrenamtlichen gewinnen wir durch Kontakte in der Kirchengemeinde. Ein Ehrenamt soll Spaß machen. Es geht nicht nur darum, Präsente oder kleine Feste als Dankeschön zu veranstalten. Vielmehr ist ein kontinuierlicher und wertschätzender Umgang mit den Menschen, die sich einsetzen, wesentlich“, erklärt die Koordinatorin.

Privat hat sie ein Faible für alles Kreative. Als Mutter einer achtjährigen Tochter kann ich viele Dinge zusammen mit ihr umsetzen. Zudem liebe ich es, im Freundes- oder Familienkreis kleine Feste zu organisieren.“ Und was wünscht sich Melanie Baumann-Simon für ihre Zukunft? „Beruflich anzukommen und Dinge auch mittel- und langfristig entwickeln zu können.“

Melanie Baumann-Simon hat jede Woche montags von 10.00 bis 12.00 Uhr Sprechstunde: Freiheitstraße 19 a, 40822 Mettmann Telefon: 02104 770321

Auch Interessentinnen und Interessenten für ein Ehrenamt in der Kirchengemeinde Mettmann können sich direkt an Frau Baumann-Simon wenden.