Jürgen Treiber, unter anderem Vorsitzender Fachausschuss Familienzentrum, Mitglied Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit, Kirchengemeinde Hochdahl

„Ich wünsche mir, dass die Menschen aus ihren eigenen Ecken mal wieder herauskommen und sich engagieren“, antwortet Jürgen Treiber aus der Kirchengemeinde Hochdahl auf die Frage, was er sich für das Ehrenamt wünscht.

Aufgewachsen in Düsseldorf, kam er im jugendlichen Alter über Erkrath nach Hochdahl. „Hochdahl liegt einfach super. Ich lebe mit meiner Familie schon seit ca. 30 Jahren hier. Zum einen begeistert mich die Natur, zum anderen die überaus gute Anbindung an die umliegenden Städte“, erklärt Jürgen Treiber.

Zum Ehrenamt ist er durch seine inzwischen 28-jährige Tochter in der Kitazeit gekommen. Im Elternrat hatte er die Möglichkeit, Dinge der Kita mitzugestalten. „Auch nach der Kitazeit unserer Tochter galt und gilt mein besonderes Interesse den Bereichen Kinder- , Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit. 1996 ließ ich mich ins Presbyterium wählen, um Ideen einzubringen und umzusetzen. Es folgte die Öffentlichkeitsarbeit. Ich kann mich noch gut an die erste Gemeindebefragung 1997 erinnern. Damals kam die Anregung, doch internetseitig etwas zu machen. Daraufhin wurde eine Internet-Arbeitsgruppe gegründet und unsere erste Homepage der Kirchengemeinde entwickelt“, schildert er.

Neben dem Vorsitz des Ausschusses Familienzentrum ist er unter anderem Mitglied im Fachausschuss Öffentlichkeitsarbeit. „Ein großes Faible habe ich für die „alten Printmedien, wie den Gemeindebrief.“ Als Redaktionsleiter erstellt er ihn zusammen mit dem Redaktionsteam für die Kirchengemeinde.

Aber auch die neuen Medien haben für ihn ihren Reiz, wie zum Beispiel Facebook. Inzwischen ist er Experte und Ansprechpartner dafür, und er bezieht auch gerne Stellung zu verschiedenen Themen. „Mir gefällt an Facebook, dass es ein Kommunikationskanal ist, in dem Diskussionen, Aktionen und Reaktionen möglich sind.“

Die Kirchengemeinde Hochdahl hat um die 300 ehrenamtlich Mitarbeitende in ganz unterschiedlichen Bereichen. „Das Gute am Ehrenamt ist, dass man sich das „gesamte Paket“ aussuchen kann. Interessierte können zum Beispiel im Kirchencafé tätig sein oder aber im Besuchsdienst oder oder… „Schön daran ist, dass man kein Einzelkämpfer ist, sondern immer in Kontakt mit Menschen arbeitet. Wichtig ist einfach die Verlässlichkeit. Die Einsatzdauer kann auch nur eine Stunde pro Woche sein, aber dann wird darauf auch gezählt“, berichtet Jürgen Treiber. Natürlich erhalten ehrenamtliche Mitarbeitende auch notwendige Fortbildungen von der Kirchengemeinde finanziert.

Und was macht Jürgen Treiber ansonsten, wenn er nicht ehrenamtlich unterwegs ist? Der ausgebildete Sozialversicherungsfachangestellte hat vor kurzem eine neue Stelle im Job-Center begonnen. In seiner Freizeit fotografiert er leidenschaftlich. „Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir, dass sie nicht resigniert vor den sinkenden Mitgliederzahlen, sondern Ideen entwickelt, wo man etwas drehen kann, wo etwas zu verändern ist.“