Segen

Im wachsen lassen und ernähren und tränken aller Kreatur zeigt sich Gottes segnendes Handeln Der Segen Gottes ist es, der alles wachsen und gedeihen lässt, der dem Volk Frieden und Schutz gibt und es ernährt. Leibliches und seelisches Wohl hängen von ihm ab. Doch lässt sich im Alten Testament eine deutliche Entwicklung des Verständnisses von Segen beobachten. In der Urgeschichte ist der Segen nur auf das Wachsen und Gedeihen der Natur und des Menschen ausgerichtet. In den Vätergeschichten zeigt sich eine innerfamiliäre Form des Segens. Der Segen wird vom Vater zum Sohn weitergegeben.

Erst mit dem Sesshaftwerden des Volkes Israel entsteht dann die Segenstradition, bei der die Priester den Segen nach dem Opfer über das Volk sprechen. Der Segen hat aber weiterhin die Funktion, dem Volk Lebenskraft und Gedeihen zu geben. Das Segnen Gottes ist auch für die christliche Kirche wichtig, weil der Segen ein Zeichen für das Wachsen und Bewahren der Kirche und ihrer Glieder ist. Der christliche Gottesdienst wird daher mit einem Segensspruch abgeschlossen. Der Segen ist eine Art Abschiedsgruß und Wunsch für den Alltag. Er stellt damit eine Trennung und eine Verbindung zwischen Gottesdienst und Alltag dar. Er beendet auf der einen Seite den Gottesdienst, sichert aber zum anderen die Mitnahme der gottesdienstlichen Erfahrung in den Alltag.