Hier bin ich

Ja, ich ließ meine Seele still und ruhig werden; wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir.
(Psalm131, 2)

Hier bin ich Gott, hier bin ich – vor dir – bei Dir.
Ich bringe nichts mit als mich selbst. 
Was wird nun geschehen mit mir - vor Dir?
Ich bringe nichts mit als mich selbst - das genügt schon.
Manches kommt noch nach von mir, ist noch nicht da.
Ich hole mich - so gut ich kann – herbei.

Mein Atem fließt. Er fließt durch mich hindurch.
Beim Einatmen fließt der Atem in mich hinein,
vom Kopf bis zu den Zehen –
beim Ausatmen fließt der Atem aus mir heraus.
Ich fülle mich beim Einatmen und werde leer beim Ausatmen.

Ich denke daran, dass Du, Gott, mich geschaffen hast.
Du hast mir deinen Atem eingehaucht – Ruach-Geist-Seele.
Du füllst mich und Du leerst mich.

Hier bin ich, Gott - ich vor Dir - ich bei Dir, Gott
so wie ich bin – nicht mehr und nicht weniger.
Ich bin dein.

(Pfarrerin Stephanie Franz, KG Mettmann)