Menschenbilder hinter Masken

Nun kann ich wieder unterrichten – in echt und nicht auf Distanz. Am Freitag geht es los mit dem 8er Kurs; „Menschenbilder“ stehen zu Beginn des Schuljahres auf dem Plan – was das ist, wozu sie nutzen, was sie bewirken.

Ein dankbares Thema für die jungen Menschen, die sich nach dem Neustart der Pubertät gerade wieder sortieren. Und dann werden wir über Menschenbilder reden und sehen im Klassraum nur Augen oberhalb von Masken. Ich bin gespannt, was diese Situation verändert. Vielleicht wird deutlich, dass ein Menschenbild erst im Auge des Betrachters entsteht, oder dass Menschenbilder auch Festlegungen sein können, oder auch Vorbilder zu denen mensch aufsehen möchte.

Zentraler Text in dieser Unterrichtsreihe ist Psalm 8. Darin der Vers: „Du hast den Menschen wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk.“ Ein tolles Bild aus einem alten Text, das alle Hierarchien, Differenzen und Unterscheidungen über den Haufen wirft. Warum nur habe ich den Eindruck, dass einige Staatspräsidenten der Gegenwart so handeln, als hätten sie den Text gründlich missverstanden?

Ich hoffe, meine Schüler*innen stellen die selbe Frage…

(Frank Wessel, Schulreferent für die Kirchenkreise D-Mettmann und Niederberg)