Verabschiedung von Pfarrer Carsten Kern in Unterbach

21 Jahre Pfarrer in der Kirchengemeinde Erkrath

Pfarrer Carsten Kern verlässt die Kirchengemeinde und wird eine Pfarrstelle in der Schweiz übernehmen. Am Sonnag, dem 22.1.2023 um 10.00 Uhr fand ein letzter Gottesdienst mit ihm in der Paul-Gerhardt-Kirche, Brorsstr. 7 in Unterbach statt. Anschließend hatten alle Gäste die Gelegenheit, sich von ihm persönlich zu verabschieden.

Werdegang
In Remscheid geboren und hier sowie in Wermelskirchen aufgewachsen hatte er anfangs einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Sportjournalismus hätte ihn auch gereizt. Schließlich entschied er sich für ein Theologiestudium. Pfarrer ist er auch geworden, weil ihn die Person Jesus faziniert. "Wie er was gesagt hat und wie er es gelebt hat, war und ist für mich ein äußerst interessantes Thema", so Carsten Kern.

Viele Jahre war er als junger Mann in der Jugendarbeit tätig und hatte hier den konkreten Bezug zur Kirchenarbeit. Mit Menschen zusammen etwas zu gestalten und aufzubauen, begeistert ihn bis heute.
In Wuppertal und Tübingen studierte er Theologie. Das Vikariart absolvierte er in Wuppertal Barmen. Es folgten weitere berufliche Stationen, unter anderem war er Studentenpastor im Reisedienst zwischen Aachen und Siegen. Am 2. März 2002 nahm er dann die Stelle als Pfarrer in der Kirchengemeinde Erkrath für den Bezirk Unterbach an.

Arbeit in der Kirchengemeinde
"Ich bin immer noch davon begeistert, dass es möglich war, soviele Dinge mit den Menschen hier vor Ort aufzubauen. Ich denke an die Soirées in der Kirche. Es gab immer Musik eines Genres, wie beispielsweise den Tango. Dazu kochte ein ehrenamtliches Team das jeweils passende Menü. Diese Abende waren einfach großartig. Gemeinschaft, zusammen zu essen, miteinander ins Gespräch zu kommen, das alles war außerordentlich bereichernd. Oder unterschiedliche Formen von Gottesdiensten, wie den Taizé-Gottesdienst von Gemeindemitgliedern durchgeführt, waren weiterere Highlights. Besser hätte ich das auch nicht machen können. Ich könnte noch unzählige Veranstaltungen nennen. Es hat große Freude bereitet, mit verschiedenen Teams aus ehren- und hauptamlichen Mitarbeitenden Projekte umzusetzen", schildert Carsten Kern.

Vieles war in der Kirchengemeinde schon vorhanden, auf das er aufbauen konnte. Vieles hat er neu initiiert. Die "Gottesdienste 2.0", eine Idee seiner Ehefrau, fanden großen Anklang bei den Menschen. Sie bestanden aus einem kurzen Predigtimpuls, der Hauptteil aus vielen neuen Liedern. Meistens haben 30-40 Personen In lockerer Runde diese Lieder zusammen gesungen. Den Hauppart dieses Gottesdienstes übernahmen dabei seine Ehefrau Daniela Iacono-Kern, Musiklehrerin und die Jugendleiterin Nicole Förster.

Carsten Kern sieht, dass Kirche sich verändern muss, um Menschen zu erreichen. Dazu gehört für ihn auch, andere Formen von Gottesdiensten zu etablieren sowie eine für alle Menschen verständliche Sprache zu finden. Und desweiteren neben der traditionellen Kirchenmusik, neue Musik in Gottesdiensten zu nutzen und Menschen stärker einzubeziehen.

"Es muss das Ziel sein, einen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen wohl fühlen und sich mit Kirche identifizieren können", führt Carsten Kern aus. Er hat es geschaftt, viele Menschen für Kirche zu interessieren. Dazu beigetragen haben die vielfältigen Angebote, aber auch seine Offentheit Neuem gegenüber und seine Begeisterungsfähigkeit. "In dem Gespräch mit Carsten Kern war genau das wieder zu spüren." (Beate Meurer, Öffentlicheitsreferentin Kirchenkreis)

"Ich werde die Kirchengemeinde vermissen und insbesondere die wunderbaren Teams, mit denen ich in all den Jahren mit viel Freude zusammenarbeiten konnte", sagt Carsten Kern etwas wehmütig.

 

(Text und Foto: Beate Meurer, Öffentlichkeitsreferentin des Kirchenkreises)