Gemeinsam unterwegs
Rückblick auf die Tagung der Synode des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann am 04.06.2025 im Ev. Gemeindezentrum Paul-Schneider-Haus, Erkrath-Hochdahl
Bereits 2014 haben sich die zehn Gemeinden des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann in drei Kooperationsräumen zusammengeschlossen. Damals wurde zunächst nur eine gemeinsame Personalplanung im Bereich der Kirchenmusik und der Jugendarbeit vereinbart.
Seitdem hat sich der Kirchenkreis weiter verändert. Neue Aufgaben und Herausforderungen sind hinzugekommen. Dazu gehört unter anderem der Prozess „Das geht! Klima.Gerecht.2035“, der uns als Kirche verpflichtet, Kirchen und Gemeindezentren so zu sanieren, dass sie klimaneutral genutzt werden können. Das stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen, zumal der aktuelle Gebäudebestand bisher kaum an die zurückgehenden Mitgliederzahlen angepasst wurde und es bereits vor dem Bekenntnis zum Klimaschutz an vielen Orten sanierungsbedarf gab.
Eine weitere Herausforderung ist die Reduzierung der Pfarrstellen, die nicht nur finanzielle Gründe hat. Die Zahl der Studierenden lässt erkennen, dass es in den nächsten Jahren zunehmend am theologischen Nachwuchs fehlen wird.
Kaum eine Gemeinde wird für sich diese Herausforderungen meistern können. Daher hat die Synode auf ihrer gestrigen Tagung im Hochdahler Paul-Schneider-Haus mit großer Mehrheit fünf Beschlüsse gefasst, die die Kooperation der Gemeinden in den drei Regionen vertiefen sollen.
Aber auch die Kooperation der Kirchenkreise im bergischen Raum soll gestärkt werden. Dazu gehört insbesondere der einstimmig gefasste Beschluss, mit dem Kirchenkreis Niederberg die vor knapp zwei Jahren abgebrochen Gespräche über eine Fusion neu aufzunehmen und weitere benachbarte Kirchenkreise einzuladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Dabei soll es keine Denkverbote geben, die sinnvolle Lösungen verhindern könnten.
Ebenfalls mit großer Mehrheit angenommen wurde ein Antrag der Kirchengemeinde Lintorf-Angermund, der der Leitung des Kirchenkreises den Auftrag gibt, ein neues Konzept für die Pfarrstellen zu entwickeln. Bisher sind die Gemeinden selbst Anstellungsträger. Zukünftig könnte es nur noch der Kirchenkreis sein. Im Antrag heißt es, dass es das Ziel sei, eine „enge Anbindung“ der Pfarrstellen an die Kooperationsräume und ihre Gemeinden zu gewährleisten, aber durch einen gemeinsamen Anstellungsträger flächendeckend die pfarramtliche Versorgung zu sichern, gaben- und teamorientierte Modelle zu entwickeln und so attraktiv für Bewerber*innen zu bleiben.
Weitere Themen waren die Haushalte des Kirchenkreises und der KiTa-Verbundes „Windrose“.